Ich hatte euch im Haul erzählt, dass ich ein neues Paar Spitzenschuhe bestellt habe und euch einen Erfahrungsbericht schreiben wollte, sobald ich die Schuhe in Gebrauch habe. Natürlich tanze ich mittlerweile nicht mehr in den damals bestellten Schuhen, jedoch tanze ich immer noch mit dem Model: Freed of London - Classic Pro in 6 XXX.
Das Modell ist aktuell mein heiliger Gral - ich liebe es. Doch fangen wir vorne an.
Classic Pro ist mit 75,24€ ohne Versand mit Sicherheit kein günstiges Spitzenschuhmodell, aber das sollte meiner Meinung nach ohnehin kein Kaufkriterium für Spitzenschuhe sein. Der Schuh ist von der Marke Freed of London, der Hausmarkte des Covent Garden. Alle Schuhe dieser Marke werden in Handarbeit hergestellt, dementsprechend kann der Versand etwas dauern.
Der Classic Pro ist ein Spitzenschuh mit V-förmig geschnittenem Blatt und vorwärts gerichteter Plattform. Der Schuh hat eine 3/4 Sohle und ein Gummizugband. Einige Shops vergleichen ihn mit dem "Bloch Amelie", dem kann ich aber nicht unbedingt zustimmen. Wie für Freed-Schuhe bekannt, ist auch dieser Schuh eher als "weich" zu bezeichnen.
Meine Erfahrung mit dem Freed of London - Classic Pro ist durchweg positiv. Zunächst habe ich den Schuh nur mit Satinbändern und Lederflicken auf den Kappen ausgestattet. Durch das Gummizugband hat er auch ohne Fersengummis einen unfassbar guten Halt. Weiterhin habe ich das hintere drittel der Sohle auseinandergetrennt und den kleinen Nagel, welcehr die Sohle an der Ferse zusammenhält, entfernt. Ab der ersten Anprobe, macht dieser Schuh bei mir einen wunderschönen Füße, sowohl auf der Spitze, als auch beim Spielbein.
Das Eintragen, sofern man das sagen kann, war problemlos. Ich konnte ab dem ersten Moment richtig tanzen, hatte weder Schmerzen, noch Druckstellen, noch Blasen. Nach ca. 5-6 Trainingseinheiten saß der Schuh wie eine zweite Haut. Ich hatte in meiner Zeit auf der Spitze noch keinen Schuh, mit dem ich mich von Anfang an so sicher gefühlt habe.
Der Schuh bietet mir genau die Balance zwischen Stabilität und Flexibilität, die ich brauche. Hier möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass dieser Schuh nicht für Anfänger geeignet ist. Durch die 3/4-Sohle bietet er Tänzerinnen mit schwächeren Füßen einfach nicht die ausreichende Unterstützung.
Irgendwann hatte ich diesen Punkt "Der Schuh ist perfekt - besser geht es nicht". Anders als bei meinen bisherigen Schuhen ist dieser Punkt leider nur von kurzer Dauer gewesen. Wenige Trainingstage später war der Schu zu weich, einige Trainingseinheiten später konnte ich mit dem großen Zeh den Boden spüren und die Schuh sind eher zu vergleichen mit "Socken". Verglichen mit meinen bisherigen Schuhen von Bloch, ist die Haltbarkeit der einzige Punkt, den ich hier nicht hochloben kann. Natürlich liegt das in der Natur der Sache, wenn man einen tendenziell eher weichen Schuh kauft. Die Vorteile überwiegen in diesem Fall, denn einen hohen Spitzenschuhverschleiss habe ich ohnehin.
Ich für kann für mich sagen, dass ich den perfekten Spitzenschuh gefunden habe und hoffe, dass ich noch lange Zeit Freude an diesem Modell haben werde.
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Mittwoch, 8. Februar 2017
Montag, 5. Oktober 2015
Ballettschläppchen - Meine Erfahrung
Bezogen auf meinen allgemeinen Blogpost über Ballettschläppchen wollte ich noch einmal von meinen Erfahrungen mit den verschiedenen Modellen berichten.
Lederschläppchen mit ganzer Sohle von Bloch:
Zu Beginn meiner "Ballettkarriere" hatte ich, wie die meisten anderen Tänzerinnen in meiner Ballettschule, Lederschläppchen mit ganzer Sohle. Die Sohle bestand dabei aus Chromleder. Fixiert wurden die Schläppchen mit einem einfachen Gummiband, welches über den Spann verlief. Die Schläppchen waren für die ersten Jahre im Ballett wirklich gut. Die ganze Sohle hilft, durch ihren größeren Widerstand, die Füße zu kräftigen und ich denke, wenn ich mir meine Füße anschaue, ist das auch bei mir der Fall gewesen (natürlich nur in Kombination mit meinem Training ;-)) Was mir damals schon auffiel war, dass der Schuh sich dem Fuß nicht so schön anschmiegte. Und auch heute finde ich, dass diese Schläppchen keine schöne Fußlinie macht. Eher im Gegenteil. Trotz der optischen Komponente würde ich diese Schläppchenform gerade Anfängern ans Herz legen, da sie das Training wirklich effektiv unterstützen.
Lederschläppchen mit ganzer Sohle von Grishko:
Zwischenzeitlich hatte ich Lederschläppchen von Grisko mit ganzer Sohle. Die Sohle war aus Leder (kein Chromleder) und somit sehr hart. Die Schläppchen waren vorne kurz geschnitten und haben gut zu meinem damaligen Fuß gepasst. Sie gaben sehr guten Halt und boten dem Fuß gleichzeitig viel Widerstand, was meinen Füßen sehr geholfen hat Kraft aufzubauen. Ich habe diese Schläppchen in der Zeit der Vorbereitung auf Spitze und parallel zu den ersten Spitzenstunden getragen. Mit dieser Kombination bin ich sehr gut gefahren.
Lederschläppchen mit geteilter Sohle von Bloch:
Nach vier Jahren bin ich dann auf Lederschläppchen mit geteilter Sohle umgestiegen. Diese Schläppchen habe ich sehr lange getanzt und oft nachgekauft. Die Schuhe passen sich sehr schön der Fußform an und ermöglichen einen gestreckten Fuß mit einer schönen Linie. Nachteil der Schläppchen ist, dass sie vorne (wie die Schläppchen mit der ganzen Sohle) nicht ganz so hoch geschnitten sind, was mit mittlerweile nicht mehr so gut gefällt. Gleichzeitig hatte ich während der Trainingsstunden in den verschiedenen Ballettschulen immer wieder das Problem, dass ich am Boden festklebte. Das wird aber höchstwahrscheinlich am Tanzboden liegen. Ein entscheidener Vorteil dieser Schläppchen gegenüber meinem aktuellen Modell ist die Haltbarkeit. Eigentlich sind diese Schläppchen unkaputtbar. Lediglich das Leder sieht irgendwann nicht mehr ganz so schön aus.
Leinenschläppchen mit geteilter Sohle von Sansha:
Mein aktuelles Modell von Sansha ist ein Leinenschläppchen mit geteilter Sohle. Diese Schläppchen passen sich vom ersten Moment an sehr geschmeidig an den Fuß an. Sie sind auf dem Ballen etwas höher geschnitten, was meinem Fuß sehr schmeichelt. Die Linie sieht richtig gut aus. Ich habe bisher auf keinem Tanzboden das Problem gehabt zu rutschen oder festzukleben. Der Nachteil dieser Schläppchen ist, dass sie auf Grund des Materials schneller kaputt gehen, als die Schläppchen aus Leder. Ein weiterer Nachteil ist die Innensohle, die mir persönlich zu dick ist, sich aber problemlos herausreißen lässt. Momentan sind diese Schläppchen mein "heiliger Gral".
Leinenschläppchen mit geteilter Sohle von Merlet:
Für zwei oder drei Trainingseinheiten hatte ich Leinenschläppchen von Merlet mit geteilter Sohle. Diese schläppchen haben mir überhaupt nicht gefallen. Die Schläppchen waren an der Ferse so kurz geschnitten, dass mir die Schläppchen permanent von der Ferse gerutscht sind. (und ja, ich hatte die richtige Größe). Das war gar nichts. Weshalb ich diese Schläppchen danach auch nicht mehr angezogen habe.
*Alle hier gezeigten Schuh-Modelle (Ausnahme Lederschläppchen mit Ledersohle) findet ihr auf dancedirect
Zu Beginn meiner "Ballettkarriere" hatte ich, wie die meisten anderen Tänzerinnen in meiner Ballettschule, Lederschläppchen mit ganzer Sohle. Die Sohle bestand dabei aus Chromleder. Fixiert wurden die Schläppchen mit einem einfachen Gummiband, welches über den Spann verlief. Die Schläppchen waren für die ersten Jahre im Ballett wirklich gut. Die ganze Sohle hilft, durch ihren größeren Widerstand, die Füße zu kräftigen und ich denke, wenn ich mir meine Füße anschaue, ist das auch bei mir der Fall gewesen (natürlich nur in Kombination mit meinem Training ;-)) Was mir damals schon auffiel war, dass der Schuh sich dem Fuß nicht so schön anschmiegte. Und auch heute finde ich, dass diese Schläppchen keine schöne Fußlinie macht. Eher im Gegenteil. Trotz der optischen Komponente würde ich diese Schläppchenform gerade Anfängern ans Herz legen, da sie das Training wirklich effektiv unterstützen.
Lederschläppchen mit ganzer Sohle von Grishko:
Zwischenzeitlich hatte ich Lederschläppchen von Grisko mit ganzer Sohle. Die Sohle war aus Leder (kein Chromleder) und somit sehr hart. Die Schläppchen waren vorne kurz geschnitten und haben gut zu meinem damaligen Fuß gepasst. Sie gaben sehr guten Halt und boten dem Fuß gleichzeitig viel Widerstand, was meinen Füßen sehr geholfen hat Kraft aufzubauen. Ich habe diese Schläppchen in der Zeit der Vorbereitung auf Spitze und parallel zu den ersten Spitzenstunden getragen. Mit dieser Kombination bin ich sehr gut gefahren.
Nach vier Jahren bin ich dann auf Lederschläppchen mit geteilter Sohle umgestiegen. Diese Schläppchen habe ich sehr lange getanzt und oft nachgekauft. Die Schuhe passen sich sehr schön der Fußform an und ermöglichen einen gestreckten Fuß mit einer schönen Linie. Nachteil der Schläppchen ist, dass sie vorne (wie die Schläppchen mit der ganzen Sohle) nicht ganz so hoch geschnitten sind, was mit mittlerweile nicht mehr so gut gefällt. Gleichzeitig hatte ich während der Trainingsstunden in den verschiedenen Ballettschulen immer wieder das Problem, dass ich am Boden festklebte. Das wird aber höchstwahrscheinlich am Tanzboden liegen. Ein entscheidener Vorteil dieser Schläppchen gegenüber meinem aktuellen Modell ist die Haltbarkeit. Eigentlich sind diese Schläppchen unkaputtbar. Lediglich das Leder sieht irgendwann nicht mehr ganz so schön aus.
Mein aktuelles Modell von Sansha ist ein Leinenschläppchen mit geteilter Sohle. Diese Schläppchen passen sich vom ersten Moment an sehr geschmeidig an den Fuß an. Sie sind auf dem Ballen etwas höher geschnitten, was meinem Fuß sehr schmeichelt. Die Linie sieht richtig gut aus. Ich habe bisher auf keinem Tanzboden das Problem gehabt zu rutschen oder festzukleben. Der Nachteil dieser Schläppchen ist, dass sie auf Grund des Materials schneller kaputt gehen, als die Schläppchen aus Leder. Ein weiterer Nachteil ist die Innensohle, die mir persönlich zu dick ist, sich aber problemlos herausreißen lässt. Momentan sind diese Schläppchen mein "heiliger Gral".
Leinenschläppchen mit geteilter Sohle von Merlet:
Für zwei oder drei Trainingseinheiten hatte ich Leinenschläppchen von Merlet mit geteilter Sohle. Diese schläppchen haben mir überhaupt nicht gefallen. Die Schläppchen waren an der Ferse so kurz geschnitten, dass mir die Schläppchen permanent von der Ferse gerutscht sind. (und ja, ich hatte die richtige Größe). Das war gar nichts. Weshalb ich diese Schläppchen danach auch nicht mehr angezogen habe.
*Alle hier gezeigten Schuh-Modelle (Ausnahme Lederschläppchen mit Ledersohle) findet ihr auf dancedirect
Dienstag, 21. Juli 2015
Ballettschläppchen: Die richtigen Ballettschläppchen finden
Analog zu dem Post zum Thema Spitzenschuhe, geht es heute um das Thema Ballettschläppchen.
Ballettschläppchen gibt es in allen erdenklichen Formen, Farben und Variationen. Doch was ist beim Kauf der Schläppchen besonders wichtig?
Fakt ist: Der Schuh muss passen.
Das bedeutet, dass sich das Schläppchen eng an den Fuß anschmiegen soll, ohne diesen jedoch einzuengen. Viele Hersteller bieten zusätzlich zu der Schuhgröße auch die Auswahlmöglichkeit einer Schuhweite an. Hierbei gilt:
zu schmal = der Fuß ist eingeengt. Insbesondere der Druck, der auf den kleinen Zeh ausgeübt wird, ist hierbei nicht nur unangenehm, kann im ungünstigsten Fall sogar zu Deformation des Fußes führen.
zu breit = das Gefühl des Fußes zum Boden geht verloren. Der Schuh schmiegt sich nicht an den Fuß an und stellt anstatt eines haltgebenden Supports, eine Gefahr dar, da der Fuß aus de Schuh herausrutschen kann. Gleichzeitig stört der zu breite Schuh die Linie des Fußes.
zu lang = ein zu großer Schuh stellt eine Stolper- und Rutschgefahr dar. Gleichzeitig sieht der Fuß durch den Überstand nie gestreckt aus.
Neben diesen Kriterien muss auch der Sitz des Schläppchens an der Ferse beachtet werden. Ist das Fersenstück zu kurz, besteht die Gefahr, dass der schuh hinten von der Ferse rutscht. Ist das Fersenstück zu eng, besteht Scheuergefahr (Blasen)
Ballettschläppchen gibt es mit ganzer und geteilter Sohle. Dabei wird Anfängern eine ganze Sohle empfohlen. Die ganze Sohle bietet dem Fuß mehr Widerstand und hilft so dabei den Spann zu kräftigen. Die geteilte Sohle bietet sich vor allem für Fortgeschrittenen Tänzer an. Sie optimiert die Beweglichkeit des Fußes und betont den Spann besonders schön.
Leder:
+ Atmungsaktivität
+Reißfestigkeit
+Dehnbarkeit
+Ökologisch unbedenklich
+Passt sich dem Fuß gut an
-Höherer Anschaffungspreis
-Intensive Pflege (Schweiß- und Feuchtigkeitsränder sind schwer zu reiningen
Leinen:
+derb
+Schmutz- und Bakterienresistent
+Leicht zu Reiningen (Wasserbad)
+Gutes Hautgefühl (Material nimmt Feuchtigkeit gut auf und gibt diese nach Außen ab)
+relativ preiswerte Anschaffung
-Dehnbarkeit
-Reibungsanfällig
-Steifheit am Fuß
Satin
+Weichheit
+Glänzende Oberfläche
-Haltbarkeit
-chemisches Material
-Atmungsaktivität
Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen aufklären. Die Reihe wird ähnlich wie die Reihe Spitzentanz / Spitzenschuhe
regelmäßig ergänzt. Nach weiterer Recherche möchte ich euch hier eine Übersicht über Marken und Modelle bei Ballettschläppchen zur Verfügung stellen, ebenso wie meine persönlichen Erfahrungen zu diesem Thema.
Bis dahin viel Spaß beim Tanzen
eure Daniela
Ballettschläppchen gibt es in allen erdenklichen Formen, Farben und Variationen. Doch was ist beim Kauf der Schläppchen besonders wichtig?
Die richtige Größe:
Zunächst einmal müsst ihr die richtige Größe finden. Dabei könnt ihr euch nach eurer regulären Schuhgröße richten. Je nach Hersteller und Bezugsquelle muss eben die äquivalente ausländische Schuhgröße ausgewählt werden. Natürlich müsst ihr beachten, dass die Schuhe abhängig von Hersteller und Modell größer bzw. kleiner ausfallen können, von daher gilt: Unbedingt vor dem Kauf anprobieren. Gerade Anfängern empfehle ich sich beim ersten Kauf der Ballettschläppchen, eine kompetente Beratung zu Rate zu ziehen.Fakt ist: Der Schuh muss passen.
Das bedeutet, dass sich das Schläppchen eng an den Fuß anschmiegen soll, ohne diesen jedoch einzuengen. Viele Hersteller bieten zusätzlich zu der Schuhgröße auch die Auswahlmöglichkeit einer Schuhweite an. Hierbei gilt:
zu schmal = der Fuß ist eingeengt. Insbesondere der Druck, der auf den kleinen Zeh ausgeübt wird, ist hierbei nicht nur unangenehm, kann im ungünstigsten Fall sogar zu Deformation des Fußes führen.
zu breit = das Gefühl des Fußes zum Boden geht verloren. Der Schuh schmiegt sich nicht an den Fuß an und stellt anstatt eines haltgebenden Supports, eine Gefahr dar, da der Fuß aus de Schuh herausrutschen kann. Gleichzeitig stört der zu breite Schuh die Linie des Fußes.
zu lang = ein zu großer Schuh stellt eine Stolper- und Rutschgefahr dar. Gleichzeitig sieht der Fuß durch den Überstand nie gestreckt aus.
Neben diesen Kriterien muss auch der Sitz des Schläppchens an der Ferse beachtet werden. Ist das Fersenstück zu kurz, besteht die Gefahr, dass der schuh hinten von der Ferse rutscht. Ist das Fersenstück zu eng, besteht Scheuergefahr (Blasen)
Die Sohle:
Die Sohle der Ballettschläppchen ist in der Regel aus Chromleder. Dieses Material bietet die perfekte Mischung aus Halt und Gleitfähigkeit. Eben diese Sohle ist auch der Grund, weshalb sich Gymnastikschläppchen mit Gummisohle nicht für das Ballett eignene. Das Gummi würde den Fuß z.B. bei Drehungen zu sehr am Boden haften lassen.Ballettschläppchen gibt es mit ganzer und geteilter Sohle. Dabei wird Anfängern eine ganze Sohle empfohlen. Die ganze Sohle bietet dem Fuß mehr Widerstand und hilft so dabei den Spann zu kräftigen. Die geteilte Sohle bietet sich vor allem für Fortgeschrittenen Tänzer an. Sie optimiert die Beweglichkeit des Fußes und betont den Spann besonders schön.
Die Materialien:
Ballettschläppchen gibt es aus verschiedenen Materialien: Leder, Satin und Leinen. Jedes Material hat seine Vor- und Nachteile und letztendlich ist es Geschmacksache, welches Material man bevorzugt.Leder:
+ Atmungsaktivität
+Reißfestigkeit
+Dehnbarkeit
+Ökologisch unbedenklich
+Passt sich dem Fuß gut an
-Höherer Anschaffungspreis
-Intensive Pflege (Schweiß- und Feuchtigkeitsränder sind schwer zu reiningen
Leinen:
+derb
+Schmutz- und Bakterienresistent
+Leicht zu Reiningen (Wasserbad)
+Gutes Hautgefühl (Material nimmt Feuchtigkeit gut auf und gibt diese nach Außen ab)
+relativ preiswerte Anschaffung
-Dehnbarkeit
-Reibungsanfällig
-Steifheit am Fuß
Satin
+Weichheit
+Glänzende Oberfläche
-Haltbarkeit
-chemisches Material
-Atmungsaktivität
Farben:
Ballettschläppchen gibt es in der Regel in den Farben rosa/haut, schwarz und weiß. Hierbei empfiehlt es sich, sich bei der Auswahl der Schuhe, nach der Farbe der Strumpfhose zu richten. Das hat den einfachen Grund, dass bei einheitlicher Farbe die Bein-Fuß-Linie nicht unterbrochen wird. Haben die Schuhe eine andere Farbe als die Strumpfhose, so ist die Linie unterbrochen und es its eurem Lehrer erschwert eure Linie zu beurteilen. Auch bei Auftrittenwird hier ein falsches Bild von eurer Linie gezeichnet, was sehr schade ist. Sonst ist die Farbe natürlich auch ganz persönliches Belieben.Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen aufklären. Die Reihe wird ähnlich wie die Reihe Spitzentanz / Spitzenschuhe
regelmäßig ergänzt. Nach weiterer Recherche möchte ich euch hier eine Übersicht über Marken und Modelle bei Ballettschläppchen zur Verfügung stellen, ebenso wie meine persönlichen Erfahrungen zu diesem Thema.
Bis dahin viel Spaß beim Tanzen
eure Daniela
Donnerstag, 25. Juni 2015
Spitzentanz / Spitzenschuhe Teil 4 - Meine Spitzenschuhe
Heute erscheint mal wieder ein neuer Teil zum Theman Spitzentanz / Spitzenschuhe. Dieses Mal möchte ich euch einige Modelle vorstellen, die ich bereits testen konnte. Ich habe eine griechische Fußform und bevorzuge Spitzenschuhe mit mittellangem Blatt, sowie niedrigem Profil. Bald teste ich Schuhe der Marke Freed of London und sobal ich mir ein Bild gemacht habe, werde ich den Artikel ergänzen.
Bloch Triomphe:
Dieser Schuh - ich weiß nicht ob ich ihn hassen soll, oder nicht. Der hoch angepriesene Anfängerschuh landete natürlich irgendwann auch in meiner Einkaufstüte und ich bin von Anfang an nicht sicher gewesen, ob ich den Schuh mag oder nicht. Der Schuh hat ein mittellanges Vorderblatt und ist im Profil eher niedrig. Eigentlich keine schlechte Voraussetzung für meinen Fuß. Die Box allgemein ist eher kurz. Auch sehr gut für meinen Fuß, denn mit langen Boxen komme ich nicht klar. Empfohlen wird der Triomphe für die griechische Fußform. Die Spitze des Spitzenschuhs ist mit einer Wildlederkappe ausgestattet. Allgemein macht der Schuh einen guten Eindruck.
Der Triomphe hat, obwohl er ja als Anfängerschuh angepriesen wird, eine mittelharte Ledersohle, die zunächst sehr unflexibel ist, dann aber relativ schnell an Stabilität verliert. Das Eintanzen der Schuhe ist meiner Meinung nach eher schwierig. Die Spitze ist am Anfang sehr rund, weshalb es schwer fällt direkt über die Box zu kommen. Und damit sind wir auch schon bei meinem größten Kritikpunkt. Es braucht im Vergleich zu anderen Modellen wirklich sehr lange, bis der Schuh eingetanzt ist. Er gibt zwar viel Halt, aber ist dabei unflexibel. Obwohl ich eigentlich keine ängstliche Tänzerin bin, bin ich mit einem neuen Triomphe zunächst eher gehemmt, da ich Bedenken habe über die runde Spitze zu runtschen.
Nach der Eintanzphase sitzt der Schuh bei mir allerdings sehr sehr gut. Er bietet mir die Freiheit meine Füße zu strecken, ohne dabei an Stabilität einzu büßen. Der Stand auf der Spitze ist dabei sehr sicher und er unterstützt den Fuß wirklich gut. Einizig die kurze Box kann dazu führen, dass ich nach längerem Training, wenn die Kraft nicht mehr 100%ig da ist, etwas zu tief in den Schuh hinein rutsche und anfange den Fuß zu krampfen. Ich denke, dass das mit einer höheren Box nicht passieren würde, da ich damit aber gar nicht klar komme, ist ein Schuh mit hoher Box keine Alternative für mich.
Der Triomphe ist bei mir je nach Trainingsintensität ca. ein bis drei Monate perfekt. Danach wir er in der Sohle zu weich und bietet nicht mehr die Unterstützung für den Fuß, die z.B. für Pirouetten erforderlich ist. Die Spitze selbst ist mir bei diesem Schuh erst zwei / drei Mal zu weich geworden. Was das angeht, bin ich von dem Schuh vollkommen überzeugt.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich den Bloch Triomphe, wenn er erst mal eingetanzt ist, ganz gern mag und gut mit ihm zurecht komme. Bis es allerdings soweit ist, macht das Tanzen mit diesem Schuh definitiv keinen Spaß.
Grisko Ulanova:
Der Grisko Ulanova kam vor drei Jahren zu mir. Er hat ein mittellanges Vorderblatt und ein niedriges Profil. Er wird ebenfalls wie der Triomphe von Bloch für eine griechische Fußform empfohlen. Er ist standardmäßig nicht mit einer Lederkappe ausgestattet, daher habe ich nachträglich einen Lederflicken für die Spitze anbringen lassen. Der Schuh selbst ist hart. Die Box und die Sohle gleichermaßen. Dennoch schmiegt er sich besser an den Fuß an als der Triomphe, jedoch nicht ganz so gut, wie Freed of London Schuhe. Die sohle bietet sehr guten Support für den Fuß. Die Standfläche ist wirklich sehr klein. Der Schuh läuft vorn eher V-Förmig zusammen. Und hier lag das Problem, weshalb ich den Grishko Ulanova kein zweites Mal gekauft habe.
Das erste, das mir mit diesem Schuh passiert ist, nachdem ich ihn angezogen habe, ist ein wunderbarer Sturz bei dem Versuch eine Pirouette zu drehen. Ich bin mit der kleinen Standfläche nicht wirklich gut zurech gekommen. Der Fuß sah sehr schön und schmal aus und ich kam auch ganz gut über die Box. Der Fuß sitzt fest in dem Schuh und wird wirklich gut unterstützt. Das Krampfen (wie in den Triomphe) ist hier nicht ansatzweise vorgekommen, selbst nach fünf Stunden Dornröschen Probe. Diese kleine Standfläche hat mich aber trotzdem immer davon abgehalten 100% auszutanzen. Wahrscheinlich ist es nach dem schlechten Anfang einfach eine Kopfsache gewesen, denn an und für sich ist es ein guter Schuh, der einen wirklich guten Job gemacht hat. Wie lange der Schuh hält, kann ich nicht beurteilen, da ich ihn nicht bis zum Exodus getanzt habe.

Bloch Synergy 3/4:
Den Bloch Synergy habe ich aus dem Opernhaus in Hannover bekommen. Er hat eine 3/4 Sohle, das bedeutet, dass das letzte Viertel der sohle flexibel ist. Daher ist dieser Schuh definitiv nur für trainierte udn starke Füße geeignet. Der Synergy hat ein lang verstärktes Blatt und ein niedriges Profil. Wie die vorhergegangen Modelle ist er für die griechische Fußform geeignet. Die Standfläche des Spitzenschuhs ist ähnlich wie die des Triomphes eher breit. Einen Lederflicken müsste man nachträglich anbringen. Ich habe hier einfach das Satin abgetrennt und vernäht. Bei meinem zweiten Paar habe ich einen Lederflicken anbringen lassen. Durch die 3/4 Sohle, die zwar eher hart ist, schmiegt der Synergy sich richtig toll an den Fuß an. Man hat eigentlich von Anfang an das Gefühl gut über die Box zu kommen und einen sicheren Halt zu haben. Das Eintanzen war okay. Es ging relativ schnell, bis ich mich in dem Schuh wohl gefühlt habe. Teilweise habe ich nach dem Eintanzen in diesen Schuhen ohne Zehenschoner getanzt. Blasen habe ich dadurch keine bekommen und ich hatte dabei ein gutes Tanzgefühl. Der Schuh ist, dafür, dass er ja als Profischuh vermarktet wird, relativ schnell in der Sohle zu weich geworden. Bei der 3/4 Sohle ist das natürlich dann doppelt schade. Ich habe den Schuh nachgekauft und bin im Großen und Ganzen zufrieden. Jedoch gibt es bezüglich der Haltbarkeit einen Punktabzug.
Petra:
Diese Spitzenschuhe habe ich ganz zu Anfang meiner Spitzenzeit bekommen. Der Schuh ist mit einem langen Vorderblatt ausgestattet und im Profil mittelhoch. Schon an diesen Eigenschaften könnt ihr erkennen, dass diese Beziehung zum Scheitern veruteilt war. Der Schuh hat eine mittlere Standfläche. Ich habe das Satin aufgetrennt und habe auf dem darunterliegenden stumpfen Material getranzt. Doch ganz ehrlich: Ich bin einfach gar nicht mit diesem Schuh klar gekommen. Das Blat und die Box an sich war viel zu lang und ich bin mit meinen Füßen trotz Schoner tief in den Schuh reingerutscht. Ich konnte meine Füße darin überhaupt nicht strecken und sobald ich versucht habe über die Box zu kommen, drückten sich die Außenschenkel der Box gegen meine Knöchel und es tat einfach nur weh. Ich habe diesen Schuh dann nicht wirklich getanzt. Er sieht nach wie vor aus wie neu. Daran sieht man, was der falsche Schuh anrichten kann.
Das sind die Marke und Modelle, die ich bisher ausprobiert habe. Ich bin bisher ein wenig auf Bloch geprägt, da mir der Synergy und der Triomphe, wenn er denn einmal eingetanzt ist, gut gefallen.
Was habt ihr für Erfahrungen mit Spitzenschuhen gemacht? Welche Modelle tragt ihr am liebsten?
Bloch Triomphe:
Dieser Schuh - ich weiß nicht ob ich ihn hassen soll, oder nicht. Der hoch angepriesene Anfängerschuh landete natürlich irgendwann auch in meiner Einkaufstüte und ich bin von Anfang an nicht sicher gewesen, ob ich den Schuh mag oder nicht. Der Schuh hat ein mittellanges Vorderblatt und ist im Profil eher niedrig. Eigentlich keine schlechte Voraussetzung für meinen Fuß. Die Box allgemein ist eher kurz. Auch sehr gut für meinen Fuß, denn mit langen Boxen komme ich nicht klar. Empfohlen wird der Triomphe für die griechische Fußform. Die Spitze des Spitzenschuhs ist mit einer Wildlederkappe ausgestattet. Allgemein macht der Schuh einen guten Eindruck.
Der Triomphe hat, obwohl er ja als Anfängerschuh angepriesen wird, eine mittelharte Ledersohle, die zunächst sehr unflexibel ist, dann aber relativ schnell an Stabilität verliert. Das Eintanzen der Schuhe ist meiner Meinung nach eher schwierig. Die Spitze ist am Anfang sehr rund, weshalb es schwer fällt direkt über die Box zu kommen. Und damit sind wir auch schon bei meinem größten Kritikpunkt. Es braucht im Vergleich zu anderen Modellen wirklich sehr lange, bis der Schuh eingetanzt ist. Er gibt zwar viel Halt, aber ist dabei unflexibel. Obwohl ich eigentlich keine ängstliche Tänzerin bin, bin ich mit einem neuen Triomphe zunächst eher gehemmt, da ich Bedenken habe über die runde Spitze zu runtschen. Nach der Eintanzphase sitzt der Schuh bei mir allerdings sehr sehr gut. Er bietet mir die Freiheit meine Füße zu strecken, ohne dabei an Stabilität einzu büßen. Der Stand auf der Spitze ist dabei sehr sicher und er unterstützt den Fuß wirklich gut. Einizig die kurze Box kann dazu führen, dass ich nach längerem Training, wenn die Kraft nicht mehr 100%ig da ist, etwas zu tief in den Schuh hinein rutsche und anfange den Fuß zu krampfen. Ich denke, dass das mit einer höheren Box nicht passieren würde, da ich damit aber gar nicht klar komme, ist ein Schuh mit hoher Box keine Alternative für mich.
Der Triomphe ist bei mir je nach Trainingsintensität ca. ein bis drei Monate perfekt. Danach wir er in der Sohle zu weich und bietet nicht mehr die Unterstützung für den Fuß, die z.B. für Pirouetten erforderlich ist. Die Spitze selbst ist mir bei diesem Schuh erst zwei / drei Mal zu weich geworden. Was das angeht, bin ich von dem Schuh vollkommen überzeugt.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich den Bloch Triomphe, wenn er erst mal eingetanzt ist, ganz gern mag und gut mit ihm zurecht komme. Bis es allerdings soweit ist, macht das Tanzen mit diesem Schuh definitiv keinen Spaß.
Grisko Ulanova:
Der Grisko Ulanova kam vor drei Jahren zu mir. Er hat ein mittellanges Vorderblatt und ein niedriges Profil. Er wird ebenfalls wie der Triomphe von Bloch für eine griechische Fußform empfohlen. Er ist standardmäßig nicht mit einer Lederkappe ausgestattet, daher habe ich nachträglich einen Lederflicken für die Spitze anbringen lassen. Der Schuh selbst ist hart. Die Box und die Sohle gleichermaßen. Dennoch schmiegt er sich besser an den Fuß an als der Triomphe, jedoch nicht ganz so gut, wie Freed of London Schuhe. Die sohle bietet sehr guten Support für den Fuß. Die Standfläche ist wirklich sehr klein. Der Schuh läuft vorn eher V-Förmig zusammen. Und hier lag das Problem, weshalb ich den Grishko Ulanova kein zweites Mal gekauft habe.
Das erste, das mir mit diesem Schuh passiert ist, nachdem ich ihn angezogen habe, ist ein wunderbarer Sturz bei dem Versuch eine Pirouette zu drehen. Ich bin mit der kleinen Standfläche nicht wirklich gut zurech gekommen. Der Fuß sah sehr schön und schmal aus und ich kam auch ganz gut über die Box. Der Fuß sitzt fest in dem Schuh und wird wirklich gut unterstützt. Das Krampfen (wie in den Triomphe) ist hier nicht ansatzweise vorgekommen, selbst nach fünf Stunden Dornröschen Probe. Diese kleine Standfläche hat mich aber trotzdem immer davon abgehalten 100% auszutanzen. Wahrscheinlich ist es nach dem schlechten Anfang einfach eine Kopfsache gewesen, denn an und für sich ist es ein guter Schuh, der einen wirklich guten Job gemacht hat. Wie lange der Schuh hält, kann ich nicht beurteilen, da ich ihn nicht bis zum Exodus getanzt habe.

Bloch Synergy 3/4:Den Bloch Synergy habe ich aus dem Opernhaus in Hannover bekommen. Er hat eine 3/4 Sohle, das bedeutet, dass das letzte Viertel der sohle flexibel ist. Daher ist dieser Schuh definitiv nur für trainierte udn starke Füße geeignet. Der Synergy hat ein lang verstärktes Blatt und ein niedriges Profil. Wie die vorhergegangen Modelle ist er für die griechische Fußform geeignet. Die Standfläche des Spitzenschuhs ist ähnlich wie die des Triomphes eher breit. Einen Lederflicken müsste man nachträglich anbringen. Ich habe hier einfach das Satin abgetrennt und vernäht. Bei meinem zweiten Paar habe ich einen Lederflicken anbringen lassen. Durch die 3/4 Sohle, die zwar eher hart ist, schmiegt der Synergy sich richtig toll an den Fuß an. Man hat eigentlich von Anfang an das Gefühl gut über die Box zu kommen und einen sicheren Halt zu haben. Das Eintanzen war okay. Es ging relativ schnell, bis ich mich in dem Schuh wohl gefühlt habe. Teilweise habe ich nach dem Eintanzen in diesen Schuhen ohne Zehenschoner getanzt. Blasen habe ich dadurch keine bekommen und ich hatte dabei ein gutes Tanzgefühl. Der Schuh ist, dafür, dass er ja als Profischuh vermarktet wird, relativ schnell in der Sohle zu weich geworden. Bei der 3/4 Sohle ist das natürlich dann doppelt schade. Ich habe den Schuh nachgekauft und bin im Großen und Ganzen zufrieden. Jedoch gibt es bezüglich der Haltbarkeit einen Punktabzug.
Petra:
Diese Spitzenschuhe habe ich ganz zu Anfang meiner Spitzenzeit bekommen. Der Schuh ist mit einem langen Vorderblatt ausgestattet und im Profil mittelhoch. Schon an diesen Eigenschaften könnt ihr erkennen, dass diese Beziehung zum Scheitern veruteilt war. Der Schuh hat eine mittlere Standfläche. Ich habe das Satin aufgetrennt und habe auf dem darunterliegenden stumpfen Material getranzt. Doch ganz ehrlich: Ich bin einfach gar nicht mit diesem Schuh klar gekommen. Das Blat und die Box an sich war viel zu lang und ich bin mit meinen Füßen trotz Schoner tief in den Schuh reingerutscht. Ich konnte meine Füße darin überhaupt nicht strecken und sobald ich versucht habe über die Box zu kommen, drückten sich die Außenschenkel der Box gegen meine Knöchel und es tat einfach nur weh. Ich habe diesen Schuh dann nicht wirklich getanzt. Er sieht nach wie vor aus wie neu. Daran sieht man, was der falsche Schuh anrichten kann.
Das sind die Marke und Modelle, die ich bisher ausprobiert habe. Ich bin bisher ein wenig auf Bloch geprägt, da mir der Synergy und der Triomphe, wenn er denn einmal eingetanzt ist, gut gefallen.
Was habt ihr für Erfahrungen mit Spitzenschuhen gemacht? Welche Modelle tragt ihr am liebsten?
Dienstag, 26. Mai 2015
Spitzentanz / Spitzenschuhe Teil 3 - Marken und Modelle im Vergleich
Es ist mal wieder Zeit für ein bisschen Ballettwissen zum Thema Spitzentanz und Spitzenschuhe. Es wird euch wahrscheinlich nicht wundern, dass die Blogposts Spitzentanz / Spitzenschuhe meine meistgelesenen Artikel sind. Da dieses Thema euch am meisten interessiert, habe ich mich dazu entschlossen diese Reihe Schritt für Schritt zu erweitern. Ich freue mich wirklich sehr darüber, dass ich einen Themenbereich gefunden habe, bei dem ich euch weiterhelfen kann und ich bitte euch mir alle Fragen, die ihr zu diesem Thema so habt, in die Kommentare zu schreiben, damit ich noch mehr auf euch und eure Bedürfnisse eingehen kann.
Doch nun zu diesem Blogpost. Heute geht es um die verschiedenen Hersteller von Spitzenschuhen, deren Modelle und Eigenschaften. Ich habe euch einmal einige kurzen Informationen zu den größten Siptzenschuhmarken zusammengesucht. Denn wer kennt sie nicht? Die Frage nach dem perfekten Spitzenschuh. Gerade wenn man erst mit dem Spitzentanz beginnt oder der geliebte Stammspitzenschuh aus dem Sortiment genommen wird, steht man vor einer riesigen Auswahl an Spitzenschuhmarken und Modellen. Doch nicht alle Städte haben überhaupt ein Geschäft für Ballettbedarf. Und wenn man das Glück hat einen Ballettladen in der Nähe zu haben, dann führt dieser nur wenige Modelle. Also fährt man Kilometer weit, nur um einen Ballettschuh zu kaufen. Ich sage euch gleich von vornherein, dass es unbedingt notwendig ist ein vernünftiges Fitting durch Fachleute durchführen zu lassen und den Schuh anzuprobieren, bevor man einen Spitzenschuh kauft. Das Internet bietet zwar eine große Auswahl an Spitzenschuhmodellen an, aber auf gut Glück kauft man keine Spitzenschuhe. Das kann nicht nur sehr teuer, sondern auch gefährlich und gesundheitsschädigend werden. Ihr könnt euch Spitzenschuhe im Internet bestellen, wenn ihr ganz genau wisst, welches Model, welche Größe und Weite ihr braucht. Auf der sicheren Seite seid ihr nur, wenn ihr das Spitzenschuhmodell schon einmal besessen und getanzt habt.
Hier habe ich euch einmal die bekanntesten Hersteller herausgesucht. In den Tabellen findet ihr eine Auswahl an aktuellen Modellen. Die Einschätzungen bezüglich Vorderblatt, Profil und Fußform habe ich recherchiert und meine eigenen Einschätzungen und Erfahrungen einfließen lassen. Sie sollen als grobe Richtlinie dienen. Die angegebenen Härtegrade stellen eine grobe Tendenz da. Natürlich hat jede Marke härtere und weichere Schuhe
Bloch:
http://www.blochshop.co.uk/
Freed of London:
Freed of London Schuhe werden gerne von Profitänzerinnen bei Vorstellungen getragen, da sie sich dem Fuß sehr gut anpassen und sich schnell eintanzen lassen. Sie sind von der Sohle eher weicher.
http://www.freedoflondon.com/Default.aspx
Auch Capezio ist eine Marke, deren Spitzenschuhe eher weiche Sohlen haben. Ausnahme hierbei bildet das Model Pawlowa.
http://www.capezio.com/
Merlet stellt Schuhe mit weicherer Sohle her und hat ein Model entwickelt, mit dem sich die Box beim Tanzen an den Fuß anpasst. Tänzerinnen die ihre Schuhe sehr schnell weich tanzen, sollten sich sehr gut über den Härtegrad und die Haltbarkeit der Schuhe informieren.
http://www.merletdance.com/
Grundsätzlich ist Grishko für eine ziemlich harte Sohle bekannt. Lediglich der Härtegrad "S" und "SS" weicht davon ab.
Sonstige:
Wer auf der Suche nach Spitzenschuhen mit einer harten Sohle ist, der sollte sich über die Marke Principal informieren. Das ist eine Auswahl an Spitzenschuhen und ihre Eigenschaften.
Persönlich habe ich die Bloch Triomphe, Bloch Synergy mit 3/4 Sohle, Bloch Serenade, Grishko Vaganova getanzt. Momentan tanze ich auf Bloch Triomphe, probiere in naher Zukunft den Freed of London Pro V aus. Wenn ihr möchtet kann ich euch zu den besagten Modellen einen ERfahrungsbericht schreiben.
Schreibt mir doch mal in die Kommentare, welche Modelle ihr so tanzt und wie ihr damit zurecht kommt. Vielleicht können wir so dem ein oder anderen von euch bei der Suche nach dem perfekten Schuh helfen.
Bis dahin liebe Grüße,
Daniela
Freitag, 16. Mai 2014
Spitzentanz / Spitzenschuhe Teil 2
Hallo zusammen,
heute gibt es Teil 2 zu dem Thema „Spitzentanz / Spitzenschuhe“, der die Vorbereitung der Spitzenschuhe behandelt. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.
1.) Das Annähen der Bänder
Wenn ihr den passenden Spitzenschuh gefunden habt, werde ihr feststellen, dass die Bänder und Gummis noch angenäht werden müssen. Wie das gemacht wird zeige ich euch anhand einer Zeichnung.
Wie ihr auf der Abbildung sehen könnt, klappt ihr zunächst das Fersenteil ein. In dem Knick, der sich durch das Umklappen der Ferse ergibt, werden die Bänder angenäht.
Zusätzlich zu den Satinbändern, können Gummibänder zur Stabilisierung angebracht werden. Zunächst sollten die Gummis zugeschnitten werden. Die Gummis sollten so lang sein, dass sie am Fußgelenk anliegen, aber nicht einschneiden. Jetzt werden die Gummibänder am Fersenteil festgenäht (die roten Punkte auf der Abbildung)
2.) Vorbereiten der Spitze
Einige Spitzenschuhmodelle haben von Haus aus eine Lederkappe auf der Spitze. Die meisten Modelle haben dies jedoch nicht. Je nach Belieben kann die Spitze jetzt auf das Tanzen vorbereitet werden.
* Eine Möglichkeit ist es die Spitze in ihrem normalen Zustand zu lassen – heißt: auf dem Satin / Stoff zu tanzen. Dies ist jedoch oft eine rutschige Angelegenheit, die ich nicht empfehlen kann.
* Ich persönlich bevorzuge die Methode, die Spitze mit einem dicken Garn zu umsticken.. Dazu schneide ich zunächst das Satin an der Spitze weg, sodass das unterliegende Material zum Vorschein kommt. Jetzt umsticke ich die Spitze, sodass das Satin nicht aufrebbeln kann und das dicke Garn zusätzlich Halt bietet.
* Eine weiter Möglichkeit das Rutschen auf der Spitze zu verhindern, ist, einen Lederflicken (bekommt ihr im Shop für Ballettbedarf) auf die Spitze zu kleben. Es hat sich bewährt den Lederflicken von einem Schuster befestigen zu lassen. Bei mir hat werde Textil- noch zwei Komponenten- noch Sekundenkleber gehalten :-/
3.) Spitzenschuhe weich machen
Manche Tänzerinnen „bearbeiten“ ihre Spitzenschuhe, bevor sie das erste Mal in ihnen tanzen, damit sie weicher werden und sich dem Fuß besser anpassen. Dazu muss ich als erstes warnen: Egal, was ihr macht, damit eure Schuhe weich werden – übertreibt es nicht! Ein zu weicher Schuh ist noch schädlicher als ein zu harter, da er euch nicht mehr die richtige Unterstützung geben kann, die ihr benötigt.
*Kneten: Als erstes solltet ihr probieren, ob es genügt den Schuh vorsichtig mit den Händen zu biegen. Dabei solltet ihr sehr behutsam vorgehen und sicherstellen, dass ihr den Schuh dort biegt, wo sich euer Spann befindet. Passt gut auf, dass ihr den Schuh nicht zu sehr biegt, da er sonst brechen kann und danach unbrauchbar ist.
*Wasserdampf: Haltet die Schuhe über Wasserdampf, bis sich der Schuh leichter biegen lässt. Jetzt zieht ihr den Schuh an und macht einige Übungen (z.B. Relevés und Plies auf spitze stehend). Durch den Wasserdampf wird das Leder der Sohle und der Kleber, mit dem die Sohle verklebt wird, weich, sodass sich der Schuh besser an den Fuß legt.
* Türrahmen: einige Tänzerrinnen klemmen den Schuh in den Türrahmen und knallen dann die Tür zu (mehrmals wiederholen) Auch hierbei muss wieder darauf geachtet werden, dass der Schuh an der richtigen Stelle „bearbeitet“ wird. Bei dieser Methode kann der Schuh allerdings sehr schnell brechen!!
*Um die Box weicher zu machen, kann man diese mit der Hand vorsichtig auf den Boden pressen. Mit einem Hammer, einer Pfanne oder einem dicken Buch auf die Box zu schlagen würde ich nicht empfehlen, da sich die Box schnell verformen kann. Ich persönlich bearbeite die Box gar nicht, da es meiner Meinung nach nicht notwendig ist.
Egal, was ihr mit euren Spitzenschuhen anstellt, um diese weich zu bekommen: Seid ganz vorstichtig. Schnell ist der Schuh gebrochen, verformt oder zu weich – sollte das passieren, ist der Schuh nicht mehr zu gebrauchen und stellt eine Gefahr für eure Füße dar. Also schön vorsichtig!!!
So ich hoffe ich konnte euch ein wenig helfen.
Viele liebe Grüße
Daniela
Dienstag, 13. Mai 2014
Spitzentanz / Spitzenschuhe
Hallo ihr lieben,
zu oft lese ich im Internet Fragen bezüglich eurer Spitzenschuhe und die entsprechenden Antworten dazu und ganz ehrlich: Ich bin entsetzt, was da teilweise geschrieben wird und welche Ratschläge gegeben werde. Ich möchte gar nicht wissen, wie die Füße derer aussehen, die einige dieser Ratschläge befolgen. Deshalb also einige Infos zum Spitzentanz und zu Spitzenschuhen.
Zunächst einmal der Aufbau eines Spitzenschuhs, damit später jedem klar ist, über welchen Teil des Schuhes wir sprechen.
1.) Voraussetzungen für den klassischen Spitzentanz
* Spitzentanz sollte nur mit dem grünen Licht des Lehrers ausgeübt werden, denn nur er kann den Trainingstand und die körperlichen Voraussetzungen eines Ballettschülers richtig beurteilen. Es sollte immer unter Aufsicht eines fachkundigen Ballettlehrers trainiert werden – niemals sollte allein experimentiert werden.
* Alter: Das Mindestalter für den klassischen Spitzentanz liegt bei 11 – 12 Jahren. Das hat den Grund, dass erst ab diesem Alter die Fußknochen vollständig verknöchert sind. Wird zu früh mit dem Spitzentanz begonnen kann es passieren, dass sich die Fußknochen verschieben.
* Trainingsstand: Man sollte mindestens 2 – 3 Jahre (*) Balletterfahrung mitbringen und 2x die Woche 90 Minuten Training haben. Die Muskeln müssen immer weiter ausgebildet und gestärkt werden. Allein das Spitzentanztraining genügt nicht. Das klassische Balletttraining ist unbedingt notwendig, um die Grundlagen zu vertiefen. [(*) – die Angabe ist ein grober Richtwert. Der Trainingsstand ist nach 2 Jahren natürlich bei jedem verschieden.]
* Gewicht: Es gibt kein Höchstgewicht für den klassischen Spitzentanz, dass nicht überschritten werden darf. Jedoch sollte man beachten, dass das gesamte Körpergewicht die Zehen und gelenke belastet. Demnach ist es nicht empfehlenswert mit zu starkem Übergewicht Spitzentanz zu betreiben.
* Füße: Die Füße sollten durch das Balletttraining gestärkt sein. Ergänzend hierzu kann man einige Übungen zum Kräftigen der Füße machen. Grundsätzlich ist es von Vorteil, wenn die Fußgelenke flexibel und der Spann hoch und ausgeprägt ist. Streckt man das Bein und den Fuß bis in den großen Zeh aus, so sollte sich mindestens eine gerade Linie ergeben. Das kann überprüft werden, indem man ein Lineal auf den Fuß / Bein legt. Nun sollte sich unter dem Linieal keine Lücke ergeben. Besser ist eine Wölbung des Fußes nach oben. Der Fuß sollte so weit gestreckt werden können, dass man im Spitzenschuh ganz auf der Plattform steht.
2.) Der richtige Spitzenschuh
Um den richtigen Spitzenschuh sollten wir zunächst einen Blick auf die Füße werfen. Jeder Schuh hat Eigenschaften, die den einen oder anderen Fuß unterstützen. Die Wahl des richtigen Schuhs hängt von folgenden Faktoren ab:
* Fußform: Es gibt der verschiedene Fußformen, die ägyptische, die griechische und die römische oder auch Giselle Fußform. Bei der ägyptischen Fußform ist der erste Zeh am längsten, die anderen Zehen sind abfallend. Die griechische Fußform heißt, dass der 2. Zeh am längsten ist, während bei der römischen Form mindestens die ersten drei Zehen gleichlang sind.
* Fußprofil: Unter dem Fußprofil versteht man den Abstand des Zehgrundgelenks zum Boden. Man unterscheidet zwischen flach, mittelhoch und hoch. Ein mittelhohes Fußprofil beträgt ungefähr 3 cm.
* Das Blatt: Das Blatt des Spitzenschuhs sollte ungefähr so lang sein wie die Zehen. Grundsätzlich gilt die Faustregel: hoher Spann benötigt ein längeres Blatt, flacher Spann benötigt ein kurzes Blatt. Wird bei einem hohen Spann zu einem Schuh mit kurzem Blatt gegriffen, bietet der Schuh zu wenig Halt und es kann passieren dass die Tänzerin „über den Schuh kommt“, sozusagen aus dem Schuh kippt. Ein zu langes Blatt bei einem flachen Spann hätte die Folge, dass die Tänzerin Probleme hat „Über“ zu stehen – das bedeutet dass man auf der kompletten Spitze eher auf der vorderen Kante der Standfläche steht und den Spann „rausdrückt“. Kann man nicht überstehen, steht man nicht auf der kompletten Standfläche.
Weiterhin gilt: hat man eher gleichlange Zehen, so sollten ein Schuh mit einem U-förmigen Blatt gewählt werden. Bei ungleichlangen Zehen bietet sich ein Schuh mit V-förmigen Blatt an. Das Ganze hat folgenden Hintergrund: Trägt man mit ungleichlangen Zehen einen Schuh mit U – förmigen Blatt, hat das die Folge, dass man zu weit in den Schuh einsinkt. Im schlimmsten Fall werden die längeren Zehen eingeknickt. Das würde nicht nur zu Schäden im Zehenbereich führen, der Fuß würde beim Tanzen verkrampfen und die Streckung im Fuß geht verloren, was eine korrekte Technik beim Tanzen erschwert bis unmöglich macht.
* weitere Faktoren sind die Fußgröße, die Fuß- und Ballenbreite, die Fuß- und Fersenhöhe.
Schaut doch einmal hier gibt es eine Übersicht über viele Marken und Modelle
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3.) Tipps, um den passenden Schuh zu finden
Eigentlich sollte die Beratung in den Fachgeschäften so gut sein, dass die Verkäuferin die Füße zunächst betrachtet, danach die in Frage kommenden Schuhe zu Anprobe heraussucht und die Anprobe fachgemäß unterstützt. Leider kenne ich in Deutschland bisher nur einen Laden, in dem das der Fall ist in Berlin.
Wenn ihr den Schuh anprobiert und auf dem ganzen Fuß steht:
Dürfen die Zehen die Spitzen des Schuhs leicht berühren
Die Zehen sollten gerade und nebeneinander im Schuh liegen Der Fuß wird unterstützt, aber nicht stark zusammengedrückt Du solltest nicht mit der Ferse aus dem Schuh schlüpfen und unterhalb des Zugbändchens sollte zwischen Stoff und Ferse keine Luft sein
Der Fuß sollte fest im Schuh sitzen
Im demi Plié sollten diese Punkte ebenfalls zutreffen.
Jetzt den Fuß auf die Spitze stellen:
Der Fuß darf nicht aus dem Schuh rutschen
Der Kontakt zum Boden sollte wahrnehmbar sein.
Das Ganze erst mit dem einen, dann mit dem anderen und zum Schluss mit beiden Füßen durchführen. Bitte festhalten, wenn ihr beide Füße auf Spitze stellt.
Jetzt solltet ihr ungefähr wissen, worauf ihr achten müsst. Wichtig ist ebenfalls immer, dass ihr euch in den Schuhen sicher fühlt - bequem müssen die Schuhe nicht sein. Im Gegenteil, das könnte ein Zeichen dafür sein, dass die Schuhe zu groß / weich sind. Zum Schluss muss ich noch eins loswerden: Wenn ihr mit Spitzentanz beginnt und ies im Fachgeschäft erwähnt, wird euch in 90% der fälle ein sogenannter Anfängerschuh gezeigt. Egal wie die Hersteller und ihre Verkäufer ihre Schuhmodelle anpreisen: Es gibt ihn nicht - den Anfängerschuh! Wie ihr gelesen habt, kommt es auf viele Faktoren an, den richtigen Schuh zu finden. Gäbe es einen Schuh, der allen Anfängern passt, würde das im Umkehrschluss bedeuten, dass alle Anfänger exakt die gleichen Füße haben - recht unwahrscheinlich, oder?! Also lasst euch nicht beirren oder zu einem Kauf "überreden". Der schuh muss passen - nur das gilt!
Habt ihr noch Fragen, dann in die Kommentare damit.
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